[Leverage] Der 1800-Zeichen-Job

Im Rahmen der Jubelfeiern zu inzwischen über 1800 Mitgliedern in der Google+ Community Rollenspieler (deutschsprachig) gibt es die von Stefan Matthias Aust initiierte Aktion binnen 10 Tagen 18 (oder mehr) Abenteuer-Skizzen von 1800 (oder weniger) Zeichen Länge zu sammeln (#10mal1800). Mehr dazu hier im betreffenden Google+-Post.

Für mich ist die Beschränkung auf 1800 Zeichen schon eine wahrlich harte Herausforderung, der ich mich jedoch unerschrocken stellen werde. Zur Not wird halt mit der großen Sense brutalst gekürzt! – Hier kommt er also, der 1800-Zeichen-Job für eine Leverage Crew aus ehrbaren Dieben, die es den Verbrechern der Management-Etagen heimzahlen wollen.

Titel: Der 1800-Zeichen-Job

Autor: Frank Falkenberg (Zornhau)

Genre/Setting: Heist-Movie, Moderne Welt (der Wirtschaftsverbrechen), Leverage RPG

Klient ist der junge Sohn eines Finanzbeamten. Dieser war großer Fußball-Fan des Liga-Meisters und hatte dem Vereinspräsidenten und Sauerkrautproduzenten naiverweise Informationen über laufende Ermittlungen gegen ihn wegen Steuerhinterziehung zugespielt. Der Fußball-Boss hatte daraufhin Selbstanzeige erstattet, dabei nur ein Zehntel der tatsächlich hinterzogenen Summe angegeben. Im Laufe der staatsanwaltlichen Ermittlungen zog er jedoch die Selbstanzeige wieder zurück. Die Staatsanwaltschaft mußte die Ermittlungen einstellen, nahm sich aber den Finanzbeamten wegen „Geheimnisverrats“ vor. Dieser bat beim Fußball-Boss um Hilfe, doch wurde er einfach ignoriert. Kurze Zeit darauf erhängte sich der Vater des Klienten.

Der Sohn möchte seinen Vater gerächt sehen. Die Gerichte gehen nicht gegen den schier unangreifbaren Fußball-Boss vor, der weiterhin Geld hortet und Steuern hinterzieht. Niemand kümmert sich, wie es dem Finanzbeamten ergangen ist. Der Fußball-Boss sonnt sich weiterhin feixend in seiner großen Popularität und hält das Victory-Zeichen in die Kameras.

Zielperson ist der Fußball-Boss. Er ist unangreifbar wegen seiner enormen Popularität und bester Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Justiz. Seine offensichtliche Schwäche liegt in seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung und seiner Überzeugung all das, was er sich unter den Nagel reißt, würde ihm auch zustehen. Ein der Öffentlichkeit unbekannter Punkt ist, daß er sein Startkapital von Leuten „geliehen“ hatte, die bei einem Flugzeugabsturz vor 30 Jahren sehr „passend“ ums Leben kamen. Der Fußball-Boss war der einzige Überlebende. Danach begann sein suchthaftes Finanzmarkt-Zocken.

Der Crew schießt ständig ein „Enthüllungs-Journalist“ quer, der eigene Interessen verfolgt – und bereit ist für seine große Geschichte jeden – auch die Crew – ans Messer zu liefern.

Der gewiefte Fußball-Boss entdeckt, daß die Crew ihn reinlegen will. Er zwingt die Crew einen Job gegen den aktuellen nationalen Fußball-Präsidenten, der eh schon eine wackelige Position hat, zu führen, um selbst dessen Posten zu erhalten.

Das sind (nach dem Zeichenzähler hier) genau 1800 Zeichen. Ein wenig knapp für ein Leverage-Szenario, aber mit nur wenigen Handgriffen lassen sich die Spielwerte für den geschilderten Job, den Quertreiber und den üblen Twist erstellen.

Falls jemand auf den 1800-Zeichen-Job in Form einer Hangout-Runde Lust hat, meldet Euch bitte.

Fragen und Kommentare gerne hier oder auch in Google+.

 

 

 

 

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